Sicher durchs Netz der Netze

Die Kinder freuen sich über ihre Auszeichnung, die jetzt als Siegel am Gebäude angebracht ist. Foto: Thorsten Gutschalk

SEEHOFSCHULE Medienkompetenz von Grundschülern wird gefördert

HÜTTENFELD – (vdö). Das Internet ist Kommunikationsplattform und Informationsquelle, steckt aber auch voller Risiken. Damit auch Grundschüler kompetent mit den neuen Medien umgehen können, nimmt die Seehofschule in Hüttenfeld seit Sommer 2016 an dem Projekt „Internet-ABC“ aller deutschen Landesmedienanstalten teil.

Jetzt wurde die Schule mit einem Siegel belohnt, künftig hängt die kleine Plakette am Schulhaus-Neubau. Im noch laufenden Schuljahr und darüber hinaus wollen die beiden Lehrerinnen Kristine Vick und Caroline Schmitt die Unterrichtsinitiative weiterführen, so gut kommt das Projekt bei den Dritt- und Viertklässlern und auch bei den Eltern an – es könnten also noch mehr bunte Plaketten folgen.

Je zwei Kinder sitzen in der Seehofschule an einem Notebook, wenn Computerunterricht angesagt ist. Der steht ganz normal im Stundenplan, neben Mathe und Deutsch findet er mit zwei Wochenstunden statt und schult die Kinder auf allerlei Gebieten: Im Textverarbeitungsprogramm werden kleine Schreibdokumente verfasst, in Präsentationsprogrammen kurze Referate dargestellt. Kristine Vick, seit 2013 an der Seehofschule, ist nach eigener Aussage selbst sehr IT-begeistert und fasziniert vom Interesse der Kinder, den Umgang mit dem Computer richtig zu lernen und umzusetzen. Das Projekt „Internet-ABC“ ist da ein wichtiger Baustein: Zunächst hatte Vick gemeinsam mit ihrer Kollegin Caroline Schmitt eine zweitägige Fortbildung besucht, anschließend gemeinsam mit einem Experten zu einem Elterninformationsabend eingeladen.

Das Projekt gilt als Medienkompetenz-Initiative, steht unter der Schirmherrschaft des Deutschen Kulturrates und stützt sich auf die gemeinnützige Arbeit des Vereins Internet-ABC. Der betreibt seit 2001 die werbefreie Website des Projekts. Auf diese Homepage greift Kristine Vick während ihres Unterrichts zu, erklärt mithilfe der dortigen Lernmodule, wie eine Internetrecherche funktioniert, was bei Messenger-Diensten zu beachten ist und warum keiner im Chat seinen Namen und seine Adresse verraten sollte. „Wichtig sind die kindgerechte Gestaltung und kleine Lerneinheiten und auch, dass wir auf die Interessen und Fragen der Kinder eingehen“, erklärt sie. Schon bald steht der „Medienvertrag“ auf dem Stundenplan – das ist eine Vereinbarung zwischen Eltern und Kindern, wer wie lange und was mit Smartphone und Tablet, PC und Spielekonsole machen darf.

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