Erste-Hilfe-Kurs für Viertklässler

Seehofschule: Erste-Hilfe-Kurs für Viertklässler

Weglaufen ist keine Lösung

Hüttenfeld. Ob große oder kleine Wehwehchen: Wenn etwas passiert, kann es sein, dass auch Kinder schnell handeln müssen, um sich oder anderen nach einem Unfall zu helfen. Seit einigen Jahren schon absolvieren die vierten Klassen der Seehofschule Hüttenfeld einen Erste-Hilfe-Kurs. Dieses Jahr war der Ausbildungsleiter der Johanniter Unfallhilfe aus Viernheim, Peter Schabel, in der Seehofschule Hüttenfeld zu Gast.

In erster Linie ging es darum, den Kindern aufzuzeigen, wo sich Gefahrenquellen verbergen, damit es erst gar nicht zu einem Unfall kommt. Doch wenn etwas passiert ist, was dann? Wenn die Mitschülerin mit dem Kopf gegen die Heizung knallt und plötzlich nicht mehr weiß, wo sie ist. Oder wenn sich ein Mitschüler beim Werken schneidet und man die heftig blutende Wunde behandeln soll. Auch wurde durchexerziert, wenn ein Kind außerhalb der Schule einen Verletzten auffindet. Denn Wegsehen oder Weglaufen sollte man in dieser Situation nicht, so Schnabel. Hier heißt es, Ruhe bewahren und überlegen: Was kann ich tun? Wie mache ich einen Notruf und wie wichtig sind die Angaben, die man dabei machen muss? Und wenn eben nicht schnell Hilfe kommt, was kann ich bei einem Bewusstlosen tun? Atemkontrolle, stabile Seitenlage und auch die Mund-zu-Mund-Beatmung wurden trainiert. Anhand einer Kinderpuppe, die ein Unfallopfer mit allen möglichen Verletzungen darstellte, sollten die Kinder lernen, welche Verletzungen hier vorliegen, wie man sie erkennt und in der Erstversorgung behandelt.

Unterstützt und finanziert wird diese Erste-Hilfe-Aktion in den Schulen vom Bundesministerium für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Am Ende machten die Schülerinnen und Schüler einen kleinen Test und erhielten anschließend ein Zertifikat. ron

© Südhessen Morgen, Donnerstag, 06.06.2013