Eifrig bei der Gartenarbeit

Jungen und Mädchen helfen beim Einsäen der Brachfläche am Landgraben

Von unserer Mitarbeiterin Rosi Israel

Wiese

Am Landgraben soll eine Wiese mit Wildblumen, Kräutern und Gräsern entstehen: Kinder der Hüttenfelder Seehofschule mit Grünflächenplanerin Astrid Tippelt.

© roi

Hüttenfeld. Tim, Cheyenne, Lilly und Nicole haben den Boden am Landgraben gelockert und Letizia, Leonie und Zoe haben gesät. Einige der Jungen übernehmen die schwerere Arbeit und walzen den Boden an. Einen großen Sack mit einer Mischung Frischwiese und die Gerätschaften, wie Rechen und Saatschüssel, hat die Stadt Lampertheim bereitgestellt.

Überhaupt sind alle Schüler der dritten Klasse der Seehofschule Hüttenfeld eifrig bei der Gartenarbeit dabei. Nun hoffen die jungen Gärtner auf Regen, damit sich das Saatgut zu einer prächtigen Wiese mit vielen Wildblumen, Kräutern und Gräsern entwickeln kann. Die Kinder wünschen sich, dass zahlreiche Blühpflanzen aufgehen und gedeihen. Aber nicht nur weil solch eine Wiese schön aussieht, sondern damit eine große Anzahl von Insekten einen Lebensraum findet.

Das wünscht sich auch die Stadt , denn die Stadtgärtner der Technischen Betriebsdienste um Sabine Vilgis und der Planerin für Grünflächen, Astrid Tippel, setzen sich für Biodiversität ein. Sie versuchen stets, eine biologische Vielfalt in die Stadt zu bringen. „Und das nicht nur in die Kernstadt, sondern auch in die Stadtteile“, bekräftigt Vilgis.

Beitrag zur Umwelterziehung

In Hüttenfeld entsteht am Landgraben ein Neubaugebiet. Zwischen dem Graben und der Ansiedlung lag Brachland, das von den städtischen Gärtnern eingesät wurde. „Wir suchen immer Flächen zur Einsaat. Hier am Landgraben ist eine große zusammenhängende Fläche“, freut sich Sabine Vilgis. Dass die Drittklässler im Randbereich fleißig mit anpacken und sich dabei mit der Natur beschäftigen, findet die Stadtgärtnerin ein tolles Projekt. Denn diese Aktivitäten auf dem Feld blieben als Erlebnis haften, seien eine Bereicherung für die Kinder und dienten der Umwelterziehung. Bevor die Schüler nämlich die Natur schützen könnten, müssten sie die Natur erst einmal wahrnehmen und kennenlernen.

Deshalb werden die Mädchen und Jungen mit ihrer Klassenlehrerin Klara Urbanek am Landgraben regelmäßig nach dem Rechten schauen. Und vielleicht kann schon bald an den duftenden Wiesenpflanzen eine stattliche Anzahl Nützlinge beobachtet werden. „Für den Herbst sind außerdem Pflanzungen von Obstbäumen geplant“, betonte Sabine Vilgis.

© Südhessen Morgen, Mittwoch, 13.07.2016